Ratgeber zum Einbürgerungstest

So läuft der Einbürgerungstest ab: 33 Fragen, 60 Minuten

8. Oktober 2026

Der Einbürgerungstest ist ein Multiple-Choice-Test. Du bekommst 33 Fragen, bei jeder Frage vier Antworten, und eine davon ist richtig. Dafür hast du eine Stunde.

Die vier Zahlen

WasWert
Fragen33
Zeit60 Minuten
Richtig für die Einbürgerung17
Gebühr25 Euro

33 Fragen in 60 Minuten sind knapp zwei Minuten pro Frage. Das klingt knapp, ist es in der Praxis aber nicht: die Fragen sind kurz, und wer den Katalog geübt hat, erkennt die meisten Fragen wieder. Die 25 Euro zahlst du pro Prüfungstermin, als Pauschale pro Prüfungsteilnehmer.

Woher deine 33 Fragen kommen

Der offizielle Gesamtfragenkatalog hat 460 Fragen: 300 für den Bund und 10 für jedes der 16 Bundesländer. Für dich zählen davon 310, nämlich die 300 Bundesfragen plus die 10 aus dem Bundesland, in dem du den Test machst.

Dein Testbogen wird daraus zusammengestellt: 30 Fragen aus dem Bundeskatalog, 3 aus dem Katalog deines Bundeslandes. Welche es werden, weißt du vorher nicht. Deshalb bringt es nichts, eine Handvoll Fragen auswendig zu lernen.

Die 3 Landesfragen entscheiden selten über das Ergebnis, denn bei 17 nötigen Treffern aus 33 kannst du sie theoretisch alle falsch beantworten und trotzdem bestehen. Übergehen solltest du sie nicht, weil 3 sichere Antworten der billigste Puffer sind, den du haben kannst.

Was am Prüfungstag passiert

Du gehst zu der Prüfstelle, mit der du den Termin vereinbart hast. Bring ein gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild mit. Ohne Ausweis kein Test.

Dann bekommst du den Bogen mit deinen 33 Fragen und kreuzt an. Gewertet werden die richtigen Antworten, und 17 davon reichen. Du darfst also 16 Fragen falsch beantworten oder leer lassen, ohne durchzufallen.

Zwei Bestehensgrenzen, ein Test

Hier wird es für viele unübersichtlich, und das liegt nicht an dir. Es ist derselbe Test mit demselben Fragenkatalog, aber es gibt zwei Grenzen:

  • 15 von 33 für den Test am Ende des Integrationskurses, den Test "Leben in Deutschland".
  • 17 von 33 als Nachweis der Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung bei der Einbürgerung.

Wenn du den Test für die Einbürgerung brauchst, gilt für dich 17. Mit 15 oder 16 richtigen Antworten hast du den Kurstest bestanden, den Nachweis für die Einbürgerung aber nicht.

Die Bescheinigung

Wer besteht, bekommt eine Bescheinigung nach einheitlichem Vordruck. Diesen Zettel legst du bei der Einbürgerungsbehörde vor.

Eine feste Frist, nach der die Bescheinigung ungültig wird, gibt es nicht. Das heißt aber nicht, dass sie unbegrenzt gilt. Wer dir eine Zahl von Jahren nennt, rät.

Was deine Prüfstelle selbst regelt

Drei Fragen werden ständig gestellt, und zu allen drei gibt es keine feste Antwort:

  • Wie oft eine Prüfstelle testet. Das legt jede Prüfstelle selbst fest.
  • Wie lange du auf das Ergebnis wartest. Eine feste Frist gibt es nicht.
  • Wie oft du wiederholen darfst. Die Teilnahme ist nicht begrenzt, und eine Wartezeit zwischen zwei Versuchen gibt es nicht. Jeder Versuch braucht aber eine eigene Anmeldung und wieder 25 Euro.

Frag das bei deiner Prüfstelle und bei deiner Einbürgerungsbehörde. Beide wissen es für ihren Ort, und niemand sonst weiß es besser.

Häufige Fragen zum Ablauf

Wie viele Fragen hat der Einbürgerungstest?

33 Fragen. 30 kommen aus dem Bundeskatalog, 3 aus dem Katalog deines Bundeslandes.

Wie viele Fragen müssen richtig sein?

17 von 33 für den Nachweis bei der Einbürgerung. 16 Fragen darfst du also falsch beantworten oder offen lassen.

Wie lange dauert der Einbürgerungstest?

60 Minuten für alle 33 Fragen. Das sind knapp zwei Minuten pro Frage.

Wie lange ist die Bescheinigung gültig?

Eine feste Frist, nach der die Bescheinigung ungültig wird, gibt es nicht. Ob deine Einbürgerungsbehörde eine ältere Bescheinigung annimmt, frag dort.

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